Eine Studie der Hochschule Geisenheim macht deutlich, was viele in der Branche längst ahnen, aber ungern aussprechen: Der deutsche Weinmarkt steht unter Druck. Nicht wegen schlechter Qualität. Sondern weil Qualität allein kein Alleinstellungsmerkmal mehr ist.
Prof. Dr. Simone Loose bringt es auf den Punkt: Es gibt heute kaum noch wirklich schlechten Wein. Die Ausbildung ist gut, die Kellertechnik ist gut, die Trauben auch. Was fehlt, ist das Profil dahinter.
Das eigentliche Problem heißt Marke — oder deren Fehlen.
Viele Weingüter haben in den vergangenen Jahren solide Arbeit geleistet: im Weinberg, im Keller, bei Ausbau und Abfüllung. Aber die Frage, wofür ein Betrieb steht — welches Bild er im Kopf des Käufers hinterlässt, welches Gefühl er auslöst, bevor die erste Flasche geöffnet wird — diese Frage ist oft unbeantwortet geblieben.
Das ist kein Vorwurf. Es ist eine Diagnose.
Denn Marke war lange kein Thema, das im Weinbau als geschäftskritisch galt. Guter Wein, treue Stammkundschaft, Weinprobe am Hof — das hat funktioniert. Bis es irgendwann nicht mehr funktioniert hat.
Was die erfolgreichen Betriebe anders machen
Loose beschreibt es so: Die Weingüter, die heute vorne sind, haben sich früh zu echten Unternehmern entwickelt. Sie betrachten ihr Geschäft ganzheitlich. Sie haben eine unverwechselbare Identität — verankert in Landschaft, Tradition oder einem bewusst gewählten Herangehen — und kommunizieren diese konsequent, besonders gegenüber Direkt- und B2B-Kunden.
Das ist exakt das, was ich in meiner Arbeit immer wieder beobachte: Nicht der Betrieb mit dem besten Wein gewinnt. Sondern der, der am klarsten weiß, wer er ist — und das nach außen trägt.
Eine Marke entsteht nicht durch ein neues Logo oder eine aufgeräumte Website. Sie entsteht, wenn ein Betrieb eine klare Haltung entwickelt: Warum machen wir das hier, so wie wir es machen? Was macht unser Ort, unsere Familie, unsere Art des Weinbaus besonders? Und wie erleben das Menschen, die mit uns in Kontakt kommen — online, bei der Weinprobe, auf der Rechnung, im Gespräch?
Bestandsanalyse als erster Schritt
Loose empfiehlt, zunächst ehrlich auf die Zahlen zu schauen. Bin ich ein Zukunftsbetrieb mit gesundem Cashflow — oder lege ich auf jeden Liter drauf? Diese Frage bestimmt, wie viel Spielraum für Investitionen besteht.
Das gilt für Markenstrategie genauso. Nicht jeder Betrieb braucht das gleiche Konzept. Aber jeder Betrieb braucht Klarheit darüber, wo er steht und wohin er will. Erst dann lässt sich entscheiden, welche Maßnahmen wirklich Sinn ergeben — und welche nur Geld kosten, ohne etwas zu verändern.
Was das für Sie als Weingut bedeutet
Wenn Sie merken, dass Ihr Betrieb gut aufgestellt ist — qualitativ, wirtschaftlich — aber trotzdem das Gefühl haben, dass Sie nach außen nicht das ausstrahlen, was Sie eigentlich sind: Dann haben Sie kein Kommunikationsproblem. Sondern ein Markenproblem.
Und das lässt sich lösen. Nicht mit großem Budget. Sondern mit einem klaren Blick von außen, einer ehrlichen Bestandsaufnahme und dem Mut, eine eigene Sprache zu entwickeln.
Guter Wein ist die Voraussetzung. Die Marke dahinter ist das, was bleibt.
Genau hier setze ich an.
Ich analysiere Ihr Weingut vor Ort — durch die Augen Ihrer Gäste, an allen Kontaktpunkten:
- Was erzählt Ihr Betrieb, bevor das erste Glas eingeschenkt wird?
- Was bleibt nach der Probe im Gedächtnis — und was nicht?
- Wo stimmt das Erlebnis mit dem überein, was Sie eigentlich sind?
Das Ergebnis ist kein Konzept auf Papier. Sondern ein klares Bild davon, was bereits funktioniert — und was fehlt, damit Sie und Ihre Geschichte nach außen sichtbar werden.
Wenn Sie das Gefühl haben, da steckt noch mehr in Ihrem Weingut und Außendarstellung: Schreiben Sie mir.
Gemeinsam machen wir sichtbar, was Ihr Weingut wirklich ausmacht.
Mit Herz. Und Verstand.
Quellen: Creditreform / Prof. Dr. Simone Loose, Hochschule Geisenheim

